Das Gebiet der altstadtnahen Elsteraue ist der Ursprungsort einer für Sachsen und Deutschland  bedeutsamen wirtschaftlichen Entwicklung. Ausgehend vom Textilhandwerk des Mittelalters über sich ausbildende Manufakturbetriebe führten unternehmerisches Handeln, Mut und weitsichtige Wirtschaftsförderung zur ersten deutschen Stickmaschinenfertigung - nur wenige hundert Meter vom Weisbachschen Haus entfernt. Industriezentren wie Chemnitz profitierten nachhaltig von den in Plauen angeregten technologischen Innovationen und die Stadt Plauen selbst wuchs zu einer Großstadt heran, die geprägt war von weltweit agierenden Nummer-1-Industriebetrieben, einer progressiv ausgerichteten Kunstschule - mit wesentlichem Einfluss auf die Reformschulbwegung des deutschen Werkbundes - und einer vielfältigen und renommierten Kulturszene.

Heute gilt es, die durch den Zweiten Weltkrieg und die politischen wie wirtschaftlichen Beschränkungen der DDR-Zeit entstandenen Brüche dieser Entwicklung soweit wie möglich zu überwinden und eine Neuausrichtung für die Region zu finden. Dazu wird das Gebiet der Elsteraue einen wesentlichen und nachhaltigen Beitrag leisten können, wenn man sich der Bedeutung dieses Raumes bewusst wird und die sich bietenden Möglichkeiten mit Mut und Visionen nutzt.

Textile Branchenvertreter und engagierte Plauener haben in Zusammenarbeit mit Kulturprojekt- entwicklern ein Modell entworfen, dass diesen Überlegungen einen Gestaltungsweg aufzeigt: das “Vier-Säulen-Modell”.  Insbesondere für die künftige Rolle des Weisbachschen Hauses hat dieses Konzept besondere gestalterische Kraft.

Eine ausschließlich museale Nutzung (im Übrigen bis vor kurzem noch vehement von der Stadtspitze abgelehnt), vergeudet geradezu Potenzial. Es fehlt die Verbindung von Historie zu Innovation und Zukunft. Um diese jedoch zu vermitteln muss das Gebäude inhaltlich und in seiner Nutzung eine klare Brücke zu Forschung und Bildung herstellen, der im Wandel befindlichen Textilbranche der gesamten Region ein Podium bieten und die Bürger und Gäste mit einer Vielfalt an Kulturereignissen einbinden. Dass diese Struktur umsetzbar ist, haben die vielseitigen Gespräche des FZE mit den einzubindenden Partnern in der Vergangenheit mehrfach gezeigt.

Dafür argumentiert und kämpft das FZE auch weiterhin  - steht das Weisbachsche Haus doch im Zentrum des kulturellen Lebens in der Elsteraue und wirkt verbindend zu allen weiteren Investitionen und Vorhaben, im Besonderen für die Pläne in der Hempelschen Fabrik.

Das Vier Säulen Modell des Forum Zukunft Elsteraue

Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft in der Elsteraue

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